Bundestag verschärft Stra­fen für Wohnungs­einbruch­dieb­stahl

im engen Austausch: Holger Stahlknecht, Innenminister Sachsen-Anhalt, Tino Sorge MdB und Thomas de Maizière, Bundesinnenminister

Der Wohnungseinbruchdiebstahl wird ein eigener Tatbestand im Strafgesetzbuch. Am 29. Juni 2017 verabschiedeten wir im Deutschen Bundestag einen Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen. Während bisher Einbrechern generell eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren und in minder schweren Fällen von drei Monaten bis zu fünf Jahren droht, wird künftig der Einbruchdiebstahl in eine dauerhaft genutzte Privatwohnung mit mindestens einem Jahr Haft bestraft werden. Ein minder schwerer Fall ist nicht mehr möglich. Die Heraufstufung vom Vergehen zum Verbrechen bedeutet auch, dass andere Ansätze für die Strafverfolgung. So steht die Verabredung zum Einbruch unter Strafe, Verfahren könnten nicht mehr so einfach eingestellt und die Funkzellenabfrage kann zum Aufspüren insbesondere von Serientätern genutzt werden.

Das Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches – Wohnungseinbruchdiebstahl können Sie hier einsehen