Innovationen der Herzmedizin müssen den Patienten schneller erreichen

Am Samstag (29. September) ist Weltherztag.

Zwar erleben wir seit einigen Jahren bahnbrechende Neuentwicklungen, die die Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich verbessern könnten. Doch gerade in der Herzmedizin werden Innovationen immer wieder durch zähe, jahrelange Verfahren ausgebremst. Wir als Politik müssen das ändern.

Ein Beispiel ist die Telemedizin: Gerade auf dem Land eröffnet die Telekardiologie neue Möglichkeiten, den Gesundheitszustand von Herzpatienten aus der Ferne zu begleiten und drohende Verschlechterungen rechtzeitig zu erkennen. Ähnlich große Fortschritte beobachten wir bei Eingriffen zum Herzklappenersatz. Sie können mittlerweile sogar am schlagenden Herzen erfolgen, sind immer ausgereifter und für die Patienten immer schonender geworden.

Solche Behandlungsmethoden mit offensichtlichem Zusatznutzen müssen schneller in die Versorgung gelangen – und sie müssen auch angemessen erstattet werden. Speziell für die steigende Zahl digitaler Neuentwicklungen erwarte ich, dass wir praktikablere Verfahren zur Erprobung, Nutzenbewertung und Preisfindung auf den Weg bringen.