Letzter Wunsch: Noch einmal die Ostsee sehen

Mitte Oktober machten die bundesweit 18 Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) einen Zwischenstopp vor dem Brandenburger Tor - darunter auch der in Magdeburg stationierte, speziell ausgerüstete Krankenwagen.

Es ist beeindruckend zu sehen, was hier ehrenamtlich auf die Beine gestellt wird. Aber auch wir in der Politik sind gefordert, gesetzliche Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die letzte Lebensphase würdevoll gestaltet werden kann.

Deswegen setze ich mich auch in dieser Legislaturperiode für eine Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung ein, z.B. beim aktuell diskutierten Pflegepersonalstärkungsgesetz. Wir müssen die Arbeit in der Pflege so gestalten, dass die Bedingungen für Pflegekräfte attraktiver, gleichzeitig aber auch die Bedürfnisse der zu Pflegenden berücksichtigt werden.

Hintergrund

Wünschewagen: Letzte Wünsche wagen - das ermöglichen seit 2014 die ASB-Wünschewagen: Das rein ehrenamtlich getragene und ausschließlich aus Spenden finanzierte Projekt erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort. Das kann eine Reise ans Meer, zum Spiel des Lieblingsfußballclubs oder zur Familienfeier sein.

PflegepersonalStärkungsgesetz (PpSG): Ab Januar 2019 können 13.000 Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen neu eingestellt werden. Jede zusätzliche oder aufgestockte Stelle für Pflegekräfte in Krankenhäusern wird von der Krankenversicherung finanziert. Die Tarifsteigerungen in der Krankenhauspflege übernimmt — rückwirkend ab 2018 — vollständig der Kostenträger. Das Gesetz sieht weiterhin die Förderung der Digitalisierung wie auch der Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und stationärer Pflege sowie eine bessere Honorierung der Wegezeiten in der ambulante Alten- und Krankenpflege — insbesondere im ländlichen Raum — vor. Das Gesetz wird Anfang November im Bundestag abschließend beraten.