Neue Neustadt: Rundgang und Anwohnergespräch zu Müll und Lärm

Anwohner und Hauseigentümer haben genug von Müll und Lärm. Rund um den Moritzplatz in der Neuen Neustadt häufen sich die Beschwerden über Ruhestörung und verdrecke Müllplätze seitdem sehr viele Rumänen in die Nachbarschaft gezogen waren. Nachdem die Anwohner Fred Lasse und Daniela Kreissl bereits öffentlich auf die Wohnsituation aufmerksam gemacht hatten, luden sie mich und GWA-Sprecherin Bärbel Bühnemann zum abendlichen Gespräch vor Ort ein.

Als „Verstärkung“ hatte ich Kriminaloberrat Frank Held, stellvertretender Revierleiter der Polizeidirektion Nord, mitgebracht. Bei einem Rundgang zwischen Haldensleber Straße und Moritzplatz zeigten die Anwohner die Problemstellen auf. Bereits nach wenigen Metern stieß die Gruppe auf abgeladenen Müll und die verdreckte Umgebung des NP-Marktes an der Umfassungsstraße. „Hier sind immer die Trinker, die ihren Abfall in die Büsche werfen und der Weg ist voller Glasscherben.“, beobachtete Daniela Kreissl.

Vor den Wohnblöcken an der Umfassungsstraße und in der Kurze Straße „tobte das Leben“. Lautstarke Unterhaltungen wurden aus den oberen Stockwerken mit Menschen auf der Straße geführt. Aus abgestellten Autos dröhnte Musik. „In diesen Häusern wohnen nur noch Menschen aus Rumänien. Hier ist wirklich jeden Tag bis in die Nacht Krach. Es stehen auch nicht genügend Mülltonnen für so viele Menschen bereit. Seitens des Eigentümers werden offensichtlich nicht genügend Mülltonnen zur Verfügung gestellt. Auch deshalb wird der Abfall einfach auf die Straße geworfen.“, beschrieb Anwohner Fred Lasse die Situation.

Ich freue mich über so viel Engagement für den eigenen Kiez. Die Anwohner wollen aktiv zur Verbesserung beitragen und an konstruktiven Lösungen mitarbeiten. Es geht hier nicht gegen jemanden, sondern für ein rücksichtsvolleres Miteinander. Die Stadt räumt jetzt schon einmal öfter auf und die Polizei zeigt mehr Präsenz. Es wird auf jeden Fall ein längerer Weg sein, um grundlegend das Umfeld attraktiver zu gestalten. Allerdings muss klar sein, dass zu einem friedvollen Miteinander auch gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung, z.B. der Spielplatz- und Lärmschutzregeln gehört. Hinweisschilder in bildlicher Form sowie ein Ansprechpartner unter den rumänischen Bewohnern könnten da durchaus hilfreich sein. Zugleich begrüße ich eine erhöhte Präsenz des Stadtordnungsdienstes und der Polizei. Um gemeinsame Konzepte mit Stadtverwaltung und Ordnungsamt auszuloten, wird ab August gemeinsam mit der Polizei eine Arbeitsgruppe zur Situation im Viertel gebildet, um Lösungsansätze zu erarbeiten.