Welt-Alzheimer-Tag: Integration durch Anerkennung

Am 21. September 2018 wird der Welt-Alzheimer-Tag begangen. Weltweit sind etwa 46 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, in Deutschland beträgt die Zahl derzeit 1,7 Millionen.

Am Welt-Alzheimer-Tag geht es darum, wie wir gemeinsam daran arbeiten können, die Situation Demenzkranker zu verbessern. Neben einer guten pflegerischen und medizinischen Versorgung müssen wir auch die Akzeptanz in der Gesellschaft stärken.

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen trotz Demenz am normalen Leben teilhaben können und Teil der Gesellschaft sein. Für eine demenzfreundliche Gesellschaft braucht es bessere Informationen über Beratungs- und Unterstützungsangebote, aber auch mehr Förderung von Institutionen und Unternehmen. Seit der Einführung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und des neuen Begutachtungsinstruments erhalten seit 2017 alle Pflegebedürftigen – unabhängig ihrer geistigen Beeinträchtigung – gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Dies verdeutlicht die Bemühungen, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen besser zu unterstützen und die Bedeutung einer guten pflegerischen Versorgung für mehr Achtung in unserer Gesellschaft.

Insofern unterstütze ich den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesseniorenministerin Franziska Giffey bis 2020 eine Nationale Demenzstrategie zu entwickeln. So können wir die bessere Integration Demenzerkrankter Menschen in unsere Gesellschaft aktiv begleiten.

Hintergrund

  • Seit 1994 wird am 21. September weltweit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam gemacht
  • Das diesjährige Motto lautet „Demenz – dabei und mittendrin“ und betont, dass Menschen mit Demenz zu unserer Gesellschaft dazu gehören
  • Bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kann man sich über Unterstützungsangebote und Projekte informieren und einbringen