Zum Tag der Epilepsie: Stigmatisierung begegnen

Am 5. Oktober 2018 ist der Tag der Epilepsie.

Da die Erkrankung meist im Kindes- und Jugendalter beginnt, sind vor allem Erzieher und Lehrer angehalten, sich frühzeitig über die Epilepsie zu informieren. Denn in Deutschland ist die Zahl der Betroffenen sehr hoch: derzeit sind 500.000 Menschen aufgrund einer Epilepsie in haus- oder fachärztlicher Behandlung. Jährlich gibt es etwa 38.000 Neuerkrankungen.

Die spontanen Krampfanfälle führen häufig dazu, dass Epilepsie mit vielen Vorurteilen belastet ist. Problematisch ist, wenn die Betroffenen bei einem Anfall aufgrund von Berührungsängsten keine Hilfe bekommen und diese gefährlich werden. Wenn ein Krampfanfall länger als fünf Minuten dauert, muss er medikamentös unterbrochen werden, um eine Hirnschädigung zu vermeiden. Vorurteile belasten die Patienten daher häufig stärker als die Erkrankung selbst.

Trotz dieser schweren Symptome und der hohen Zahl von Betroffenen ist festzustellen, dass neue Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie im Verfahren der frühen Nutzenbewertung Nachteile erfahren. Für Epilepsie und andere chronische Erkrankungen sollten wir über Anpassungen am AMNOG-Verfahren diskutieren.