Bioenergie ist Thema bei Sommertour von Tino Sorge

Bioenergie ist Thema bei Sommertour von Tino Sorge

Das Gesetz zur Einführung von Ausschreibungen für Strom aus erneuerbaren Energien wurde am letzten Sitzungstag vor der Parlamentarischen Sommerpause im Deutschen Bundestag verabschiedet. Grund genug für den Magdeburger Bundestagsabgeordneten Tino Sorge, im Rahmen seiner 14-tägigen Sommertour auch bei der Biopellet Magdeburg GmbH & Co. KG Station zu machen. Tino Sorge staunte nicht schlecht, als ihm Vertriebsleiter Marcus Mußmann berichtete, dass das Magdeburger Unternehmen aus der Verbrennung von Landschaftspflegematerialien (Holzhackschnitzel und Schreddermaterial) mit seinem Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) rund 1,9 MW elektrische Leistung erzeugt und im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in das öffentliche Leitungsnetz einspeist. Die erzeugten 7,8 MW thermische Leistung werden als Warmwasser an andere Industrieunternehmen im angrenzenden Gewerbegebiet verkauft und in erster Linie an das eigene Pelletwerk abgegeben. Dieses produziert, qualitätsunabhängig rund 50.000 Tonnen Industrie-Pellets pro Jahr. Für die Lagerung der Pellets stehen sechs Stahlrundsilos mit je 500 m3 zur Verfügung. Von dort aus liefert das Magdeburger Unternehmen die Pellets über eine automatisierte Abfüllanlage in Silo- oder Schubboden-LkW´s vorrangig in den süddeutschen Raum.

Im Rahmen eines Betriebsrundganges konnte sich der Bundestagsabgeordnete von den Produktionsprozessen ein Bild machen und stellt fest: „Die vom Deutschen Bundestag kurz vor der Sommerpause beschlossene Novelle des EEG ist mit der Umstellung auf Ausschreibung der Förderung für Wind-, Solar- und Bioenergie auf dem richtigen Weg. Wettbewerb auf Seiten der Akteure und Kostensenkungen auf Seiten der Verbraucher, das befürworte ich! Im Rahmen getroffener Entscheidungen ist es mir wichtig, mit Unternehmen der Bioenergiebranche aus meinem Wahlkreis ins Gespräch zu kommen. Bei allen guten Ansätzen, die die angesprochene Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes enthält, haben mir die Verantwortlichen hier vor Ort auch wieder die Bedeutung von dezentraler Energieerzeugung aus Biomasse verdeutlicht. Sonne und Wind sind nicht planbar, auch gibt es – vor allem die Windparks in der Nordsee betreffend – längst nicht ausreichend Leitungsnetze, um den Strom zu transportieren. Die Bioenergieanlagen, wie das Biomasseheizkraftwerk hier in Magdeburg, sind zum überwiegenden Teil in regionale Wirtschaftskreisläufe eingebunden. Viel wichtiger ist noch, die Energieerzeugung dieser Art ist völlig unabhängig von Sonne und Wind und damit planbar. Auf diese Umstände müssen wir als Politik – vor allem im Sinne der stetig steigenden Umlagekosten für den Verbrauer – künftig noch stärker Rücksicht nehmen.“

Weitere Informationen unter: http://www.bp-md.de/