Bundeskabinett beschließt Schaffung eines Transplantationsregisters

Bundeskabinett beschließt Schaffung eines Transplantationsregisters
Jährlich warten bis zu 10.000 Menschen auf eine Organspende. Die Zahl der Spenden reicht bei Weitem nicht aus, allen Betroffenen zu helfen. Das gestern im Bundeskabinett beschlossene Transplantationsgesetz schafft hier neue Grundlagen, die Hoffnung machen. Es ist ein wichtiger Schritt, verloren gegangenes Vertrauen in die Organtransplantation wieder aufzubauen und die Versorgung von Patienten, die dringend ein Spenderorgan benötigen, zu verbessern. Wir schaffen eine verlässliche Datengrundlage, die alle bundesweit erhobenen Daten von der Organentnahme bis hin zur Nachbetreuung nach einer Transplantation bündelt. Wichtig ist, das Register zügig mit Leben zu erfüllen und digitale Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientenversorgung zu nutzen. Mit dem Transplantationsregister werden erstmals Daten von verstorbenen Organspendern, Organempfängern und Lebendspendern bundesweit zentral zusammengefasst und miteinander verknüpft. Dabei haben das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und der strenge Schutz der sensiblen Patientendaten oberste Priorität. Die Daten der Organempfänger und der lebenden Organspender werden nur mit ihrer ausdrücklichen Einwilligung an das Transplantationsregister übermittelt. Das Transplantationsregister wird unter der Aufsicht der Bundesbeauftragten für den Datenschutz (BfDI) stehen. Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates und soll noch in diesem Jahr in Kraft treten. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.