Einsatz einer TAVI-Herzklappe - Hospitation bei Operation

Einsatz einer TAVI-Herzklappe - Hospitation bei Operation
Bildunterschrift: Chefkardiologe Prof. Dr. med. Rüdiger Christian Braun-Dullaeus, Tino Sorge MdB, Chefarzt der Herzchirurgie Prof. Dr. med. Ingo Kutschka, Kai Wessel, Edwards Lifesciences (v.l.n.r.)
Als Mitglied im Gesundheitsausschuss und Magdeburger Bundestagsabgeordneter stand Mitte Januar ein ganz besonderer Termin in meinem Kalender. Ich durfte im Otto-von-Guericke-Universitätsklinikum auf Einladung des Medizintechnikherstellers Edwards Lifesciences  bei einer Herzklappen-Operation den Ärzten über die Schulter schauen. Als Gesundheitspolitiker informiere ich mich am liebsten "aus erster Hand" nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und hatte Gelegenheit, am Uniklinikum Magdeburg bei einer Herz-Operation zu hospitieren. Mich beeindruckten die Professionalität der Fachleute und die perfekt abgestimmten Handgriffe während des Eingriffs. Mithilfe modernster Bildgebung konnten die Ärzte „live“ im Körper des Patienten den Katheter sehen und exakt steuern. Angesichts der steigenden Fallzahlen von Herzerkrankungen setze ich mich für schnelleren Forschungstransfer in die Praxis zum Wohle der Patienten ein. Herzlichen Dank an Prof. Dr. Braun-Dullaeus und sein Team für die interessanten Einblicke. Hintergrund Die Verengung der Aortenklappe, ist der häufigste Herzklappenfehler im hohen Lebensalter. Typische Symptome sind Atemnot und Anfälle von Bewusstlosigkeit. Durch die Belastung wird der Herzmuskel zudem chronisch geschädigt. Der operative Ersatz der Aortenklappe ist die einzig mögliche Therapie. Der Eingriff erfolgt bei den meisten Patienten in einer offenen Operation. Dabei wird der Brustkorb geöffnet und die Kreislaufversorgung über längere Zeit mit der Herz-Lungen-Maschine aufrechterhalten. Die Operation ist allerdings belastend und bedeutet gerade für alte oder kranke Menschen ein hohes Risiko. Eine schonendere Alternative bietet die neue Transkatheter Aortenklappen Implantation, abgekürzt TAVI: Transcatheter Aortic Valve Implantation. Dabei wird die Ersatzklappe in zusammengefaltetem Zustand mittels Herzkatheter über die Leiste oder Herzmuskelspitze an ihren Einsatzort gebracht und dort entfaltet. Das alles geschieht bei schlagendem Herzen, die Herz-Lungen-Maschine wird nicht benötigt. Trotz des Risikos, das jede Herzoperation mit sich bringt, erlaubt diese medizinische Innovation den Betroffenen mehr Lebensqualität und Aussicht auf vollständige Genesung.