Haustiere gut fürs Gehirn?!

Haustiere gut fürs Gehirn?!

Tierfreunde wissen, mein tierischer Freund tut mir gut. Wie gut, dass sollen Wissenschaftler jetzt genauer untersuchen. Dazu brachte der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Tino Sorge bei einem Besuch des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Magdeburg die Interessenten an einen Tisch.

„Spaziergänge mit meinem Hund Oscar und die Zeit mit ihm sind ein toller Ausgleich zu langen Sitzungstagen. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren ist bekannt, aber nicht wissenschaftlich fundiert belegt. Als Schirmherr des „Forum Heimtier“ und Gesundheitspolitiker möchte ich helfen, dass dazu stärker geforscht werden kann. Gleichzeitig sind die positiven volkswirtschaftlichen Auswirkungen auf die Patientengesundheit noch weitestgehend unerforscht." sagte Tino Sorge. „Bei vergangenen Studien wurden die Zusammenhänge von Bewegungsmangel mit neurologischen Erkrankungen, wie etwa Demenz, nachgewiesen. Ebenso ist bekannt, dass Haustiere beim Menschen Bewegung fördern. Was läge also näher, als Haustiere als Faktor in der Demenzforschung zu berücksichtigen?“, so Sorge weiter.

Das „Forum Heimtier“ ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Fachverbänden und der Wirtschaft und fördert die Anerkennung der Bedeutung von Heimtieren für die Gesellschaft. Mitglieder sind unter anderem das Institut für soziales Lernen mit Tieren, der Deutsche Tierschutzbund e.V. und die MARS GmbH.

Zwei Magdeburger Hirnforscher, Dr. Daniel Bittner und Wenzel Glanz, führten die Besucher des „Forum Heimtier“ durch die Einrichtung und stellten Ihre Arbeit vor. Besonders die innovative Gedächnisambulanz im Haus hilft Betroffenen mit praktischer Beratung und übernimmt Patienten bei Bedarf in aktuelle Studienprogramme.

Kristina Richter von der MARS GmbH war beeindruckt von dem Besuch des DZNE in Magdeburg und sagte: „Hier wird den Betroffenen ganz praktisch geholfen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse kommen schnell den Patienten zugute. Vielleicht wird am DZNE Betroffenen auch bald die Empfehlung gegeben, ein Haustier bei sich aufzunehmen."

Gerade in Pflegeheimen wird der positive Einfluss von Tieren in der Therapie oder im Wohnumfeld von Pflegebedürftigen beobachtet. Um diese Wirkung zu untersuchen könnte etwa bei Befragungen auch erhoben werden, ob der Betroffene ein Haustier hat, schlug Wenzel Glanz, Facharzt für Neurologie vor. Die Möglichkeit einer Zusammenarbeit ist da, bestätigte auch Dr. Daniel Bittner, der als stellv. Leiter der Universitätsklinik für Neurologie viel Forschungserfahrung hat.

Bundestagsabgeordneter Tino Sorge zeigte sich erfreut über den gelungen Austausch: „Es sind viele gute Ideen auf den Tisch gekommen. Daraus sollten konkrete Projekte werden. Mit der Expertise hier in Magdeburg können neue Erkenntnisse für ein besseres Verständnis der gesundheitsfördernden Mensch-Tier-Beziehung gewonnen werden.

Zur Webseite des Forum Heimtier bitte hier klicken