Hebammenversorgung zukünftig sichern!

Hebammenversorgung zukünftig sichern!
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat in Berlin den Abschlussbericht der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“ vorgelegt. Die flächendeckende Versorgung der Geburtshilfe ist auch zukünftig gesichert. Im Ergebnis hat die Versicherungswirtschaft eine Verlängerung der Gruppenhaftpflicht für Hebammen bis zum Sommer 2016 zugesagt. Zudem wird es weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Hebammen geben.

Der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Tino Sorge (CDU): „Nach einer umfassenden Auseinandersetzung und schwierigen Diskussionen zu allen Facetten der Hebammenversorgung liegt jetzt eine konkrete Hilfszusage der Bundesregierung auf dem Tisch. Als Sofortmaßnahme ist mit den Krankenkassen vereinbart, auch Hebammen, die nur wenige Geburten betreuen, angemessen zu bezahlen. Dadurch erhalten Eltern auch weiterhin flächendeckende Wahlfreiheit bei der Hebammenbegleitung. Ich halte die Einführung eines solchen Sicherstellungszuschlages durch die Krankenkassen für einen verlässlichen Lösungsansatz für Hebammen und Familien.“

Außerdem wird angestrebt, die Höhe der Regressforderungen im Kranken- und Pflegebereich zu begrenzen. So können die Haftpflichtdeckungssummen für Hebammen und Versicherer verlässlich kalkuliert werden. Dazu der Gesundheitspolitiker Sorge weiter: „Wichtig ist, dass Versicherer Risiken belastbarer kalkulieren, um unterschiedliche Tarife anbieten zu können. Davon profitieren vor allem die Hebammen, weil im Wettbewerb der Versicherer die Tarife sinken werden. Gleichzeitig werden wir dafür sorgen, dass es bei Behandlungsfehlern auch künftig erforderliche und angemessene Hilfen geben wird.“

„Im Hinblick auf den bevorstehenden Hebammentag am 5. Mai sind diese Signale aus Berlin wichtig und richtig. Die Hebammen und die Familien müssen wissen, woran sie sind und dass sie sich auf die Zusagen verlassen können.“, sagte Tino Sorge. Der Bundestagsabgeordnete setzt sich für eine zügige Umsetzung der Pläne im Gesetzgebungsverfahren ein.