Klinisches Krebsregister muss fristgerecht umgesetzt werden

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen hat die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in der der Umsetzungsstand des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes in den Bundesländern ermittelt wurde. Der Schwerpunkt der Abfrage lag auf dem Status quo der Einführung eines Krebsregisters, um die Vorgaben des Nationalen Krebsplanes zu erfüllen. Die gesetzlich vorgesehene Frist zur Errichtung eines klinischen Krebsregisters endet zum Jahresende 2017 mit einer optionalen Verlängerung bis zum Jahresende 2018. Bisher wird davon ausgegangen, dass nur drei Bundesländer zum früheren Zeitpunkt erfolgreich abgeschlossen haben werden, Sachsen-Anhalt gehört laut der o.g. Studie nicht dazu. 

Tino Sorge, Magdeburger Bundestagsabgeordneter, mahnt daher die fristgerechte Umsetzung dieses Vorhabens an:

„Ich halte es für fahrlässig, dass Sachsen-Anhalt nicht zur Spitzengruppe gehört, sondern bei diesem wichtigen und lebensrettenden Instrument eines klinischen Krebsregisters höchstens im Mittelfeld seinen gesetzlichen Verpflichtungen gerecht wird. Es wäre zudem eine innovative Idee gewesen, wenn ein gemeinsames Register mit Thüringen und Sachsen als „Mitteldeutsches Krebsregister“ initiiert worden wäre. Sogar Brandenburg und Berlin haben ein gemeinsames Vorgehen geplant. Das Land sollte alle Anstrengungen nutzen, bei diesem wichtigen Vorhaben nicht das Schlusslicht zu bilden und appelliere an die Sozialministerin, ambitioniert voran zu gehen, um heutigen und künftigen Patienten mit diesem Register zu noch besseren Behandlungsmethoden zu verhelfen.“

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