Löhne steigen für Pflegeberufe

Bundestagsabgeordneter Tino Sorge (CDU) begrüßt bessere Bezahlung von Pflegekräften, kritisiert jedoch die Lohnunterschiede zwischen Ost und West.

Beschäftigte in der Pflege erhalten ab 2015 mehr Geld. Die Bundespflegekommission hat sich auf eine Erhöhung der Lohnuntergrenze geeinigt. Im ersten Schritt steigen die Mindestgehälter ab Januar auf 9,40 Euro im Westen und 8,65 Euro im Osten.

Der direkt gewählte Magdeburger Bundestagsabgeordnete Tino Sorge (CDU) begrüßte die Erhöhung: „Pflegerinnen und Pfleger leisten jeden Tag großartige Arbeit. Sie bringen fundierte Fachkenntnisse und Liebe zum Menschen mit an ihre Arbeitsplätze. Mehr Lohn setzt ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für diese wichtige Berufsgruppe.“ Sorge kritisierte allerdings, dass auch weiterhin eine Unterscheidung in Ost und West vorgenommen wird. "Eine derartige pauschale Differenzierung der Löhne für Beschäftigte Ost und West ist kontraproduktiv bei der Gewinnung kompetenten Fachpersonals, gerade in den neuen Bundesländern", so Sorge weiter.

Neben der Tariferhöhung einigte sich die Pflegekommission den Geltungsbereich der Regelung auszuweiten. Ab Oktober 2015 soll die Lohnuntergrenze auch die in Pflegeeinrichtungen beschäftigten Betreuungskräfte von Demenzkranken sowie sogenannte Alltagsbegleiter und Assistenzkräfte davon profitieren.

„In der Pflege brauchen wir attraktive Arbeitsbedingungen, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Die Bezahlung ist dabei ein wichtiger Baustein. Es gilt aber, die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern. So muss durch Bürokratieabbau und mehr Personal pro Patient „mehr Zeit am Bett“ bleiben. Pflegende wollen pflegen und nicht täglich ausufernde Dokumentationspflichten erfüllen müssen.“, sagte Tino Sorge, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.

Zum Hintergrund: Die Pflegekommission besteht aus Vertretern der privaten, öffentlich-rechtlichen sowie kirchlichen Pflegeeinrichtungen. Arbeitgeber bzw. Dienstgeber sowie Arbeitnehmer bzw. Dienstnehmer sind paritätisch vertreten. Nach der aktuellen Erhöhung steigt die Lohnuntergrenze in zwei weiteren Schritten bis Januar 2017 weiter auf 10,20 Euro im Westen und 9,50 Euro im Osten.