Multiresistente Keime durch einen Pflichttest eindämmen

Multiresistente Keime durch einen Pflichttest eindämmen
elektronenmikroskopische Aufnahme einer antibiotikaresistenten Bakterienkolonie „Staphylococcus aureus“ (Quelle: CDC/ Janice Carr/ Deepak Mandhalapu, M.H.S.)[/caption]

Hygiene in Krankenhäusern ist ein besonders wichtiges Anliegen. Das zeigt auch der jüngste Fall am Universitätskrankenhaus Schleswig-Holstein (UKSH). Mehrere bereits immungeschwächte Patienten erlagen nach Auftreten resistenter Keime auf der Intensivstation den Folgen einer starken Infektion. Nachdem in jüngerer Vergangenheit mehrfach solche Vorfälle aufgetreten sind, fordert der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Tino Sorge (CDU) die Einführung verpflichtender Keim-Tests in Krankenhäusern, notfalls auch auf Gesetzesebene.

Dazu Tino Sorge, der zugleich Mitglied des Gesundheitsausschusses und Berichterstatter für Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsforschung der CDU/CSU Bundestagsfraktion ist: „Die bisherige Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Keimtests auf freiwilliger Basis anzubieten, hat sich in der Praxis nur teilweise bewährt. Diese Tests müssen daher insbesondere bei Risikopatienten verpflichtend ausgebaut werden. Bei einem Ausbruch multiresistenter Keime im Krankenhaus sind nicht nur die gesundheitlichen Folgen für Patienten fatal, auch die finanziellen Mehrbelastungen sind immens.“

Auch für den Gesundheitsstandort Sachsen-Anhalt mit zwei Universitätsklinika und ca. 16.300 Betten ist der Bereich Hygiene als Zeichen für qualitativ hochwertige Versorgung von enormer Bedeutung.

Deshalb macht der Gesundheitspolitiker nochmals deutlich: „Die Meldepflicht ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings muss zunächst das sogenannte „Screening“ ausgebaut und auf seine Wirksamkeit getestet werden, bevor es gesetzlich festgelegt wird. Eine wichtige Rolle spielt dabei vor allem das Personal im Krankenhaus, denn hier muss eine durchgehend hohe Sensibilität für das Thema bestehen und die Umsetzung der Hygienevorschriften oberste Priorität haben!“

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