Nachbesserungen beim Rentenpaket - „Nicht Stein der Weisen, aber vertretbarer Kompromiss.“

Nachbesserungen beim Rentenpaket - „Nicht Stein der Weisen, aber vertretbarer Kompromiss.“

Zur heutigen Einigung der Koalitionsfraktionen um die Ausgestaltung des Rentenpaketes erklärt der direkt gewählte Magdeburger Bundestagsabgeordnete Tino Sorge (CDU): „Der jetzt gefundene Kompromiss berücksichtigt die Forderung gerade von uns jüngeren Abgeordneten, eine Frühverrentungswelle schon mit 61 Jahren zu vermeiden. Gleichzeitig bin ich froh, dass wir mit der Flexi-Rente angesichts des Fachkräftemangels Anreize setzen, abseits von starren Renteneintrittszeiten am Erwerbsleben teilzunehmen.“ sagte Sorge.

„In einer immer älter werdenden Gesellschaft”, so der Magdeburger Bundestagsabgeordnete, „reagieren wir so auf die individuellen Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer und profitieren gleichzeitig von deren Berufserfahrung.”. Zwar ist der geschlossene Kompromiss nicht „der Stein der Weisen“, stellt allerdings einen vertretbaren Kompromiss dar, auch wenn ich die Rente mit 63 im Hinblick auf Generationengerechtigkeit für das falsche Signal halte. Trotzdem kann ich dem jetzt gefundenen Gesamtpaket im Bundestag zustimmen.“ so Sorge weiter.

Hintergrund: Wie bereits im Gesetzentwurf vorgesehen, werden Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs weiterhin ohne zeitliche Beschränkung angerechnet. Damit bleibt es auch zukünftig möglich, trotz Unterbrechungen des Arbeitslebens durch Arbeitslosigkeit die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch zu nehmen. Bereits bei dem Kabinettsbeschluss bestand Einigkeit, dass im parlamentarischen Verfahren zu prüfen ist, wie Frühverrentung verhindert werden kann. Um Missbräuche von vornherein auszuschließen, werden nun Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs in den letzten zwei Jahren vor der abschlagsfreien Rente ab 63 nicht mehr mitgezählt. Eine Ausnahme ist jedoch für Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs vorgesehen, die durch eine Insolvenz oder eine vollständige Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers verursacht wurden. Denn in diesen Fällen liegt typischerweise keine missbräuchliche Frühverrentung vor. Weiterhin wird die Einführung der so genannten Flexi-Rente diskutiert. Diese soll eine befristete Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmern über das Rentenalter hinaus erleichtern.

Hier geht es zum Beitrag des MDR.