Praxis Gesundheit: Tino Sorge ist Pflegekraft für einen Tag

Praxis Gesundheit: Tino Sorge ist Pflegekraft für einen Tag

Während Politikern oft vorgehalten wird, keinen praktischen Bezug zu haben, packte Tino Sorge jetzt selbst tatkräftig mit an. Der Magdeburger Bundestagsabgeordnete tauschte seinen Anzug gegen den Kasack eines Krankenpflegers und arbeitete in der Median Klinik NRZ im Hopfengarten.

Bereits um sechs Uhr morgens begann für den Politiker die Frühschicht auf der Intensivstation des neurologischen Zentrums für stationäre und ambulante Rehabilitation. Er begleitete die Pflegerinnen und Pfleger bei ihrer Arbeit und erlebte den Alltag in der Klinik hautnah mit. Als direkt gewählter Abgeordneter und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages engagiert sich Tino Sorge für eine tragfähige medizinische Versorgung, in der die Qualität der Patientenversorgung im Mittelpunkt steht.

Dazu sagte Tino Sorge: „Mir ist es besonders wichtig, mit dem Pflegepersonal direkt vor Ort über Ihre Situation ins Gespräch zu kommen und mitzuerleben, welche Aufgaben täglich bewältigt werden müssen. Diese Erfahrungen helfen mir bei meiner Arbeit an entsprechenden Gesetzesvorhaben. So ist eine Anpassung des Versorgungs- und Strukturgesetzes in Vorbereitung, um die Leistungen der Krankenhäuser noch besser an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen.“

Im Neurologischen Zentrum Magdeburg werden Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum der Neurologie behandelt. Die Klinik vereint sowohl therapeutische Maßnahmen als auch diagnostische Untersuchungen unter einem Dach, wodurch an das Personal vielfältige und anspruchsvolle Anforderungen gestellt werden.

„Pflegerinnen und Pfleger beherrschen die komplexen Abläufe in der Intensivpflege meisterhaft. Neben den fachlichen Fertigkeiten müssen sie auch mit den psychischen Belastungen fertigwerden. Das Schicksal der zahlreichen Schwerstkranken auf der Intensivstation hat mich sehr berührt. Damit tagtäglich konfrontiert zu werden, wage ich mir kaum vorzustellen. Schwestern und Pfleger leisten wirklich Großartiges.“, sagte Tino Sorge über seinen Arbeitstag als Krankenpfleger. „Überflüssige Bürokratie und Dokumentationspflichten müssen minimiert werden, damit Pflegekräfte „mehr Zeit am Bett“ für ihre Patienten haben.“, so Sorge abschließend.

Zum Hintergrund: Der Besuch der Klink am 2. September unter dem Motto „Politiker im Praktikum“ war der erste Teil einer Reihe, die Tino Sorge in den kommenden Monaten in verschiedene Arbeitswelten eintauchen lassen wird.