Fachgespräch zu neuem Therapie- ansatz gegen Volkskrankheit Krebs

Fachgespräch zu neuem Therapie- ansatz gegen Volkskrankheit Krebs
Jährlich bekommen rund eine halbe Millionen Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs gestellt, fast 230.000 Männer und Frauen starben 2010 daran. Mit der alternden Gesellschaft wird die Zahl der Krebserkrankungen weiter zunehmen. Die meisten Krebspatienten werden heute noch mit den seit Jahren etablierten Verfahren der Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Seit Kurzem kommen – zum Beispiel beim schwarzen Hautkrebs – erstmals immunonkologische Substanzen zum Einsatz, die auf die Aktivierung der körpereigenen Immunabwehr zur Bekämpfung der Krebszellen abzielen. So könnte erstmals in der Krebstherapie auf die mit starken Nebenwirkungen verbundene Chemotherapie, bei der toxische Substanzen kranke wie gesunde Zellen gleichermaßen zerstören¸ oder eine Bestrahlung verzichtet werden. Die Überlebensdauer der Tumorpatienten steigt dadurch erheblich. Auf Initiative des direkt gewählten Magdeburger Bundestagsabgeordneten Tino Sorge (CDU) stellten die medizinischen Experten, Prof. Dr. med. Angela Krackhardt (TU München), Prof. Dr. med. Jürgen Wolf (Ärztlicher Leiter des Centrums für Integrierte Onkologie in Köln) und Prof. Dr. Viktor Grünwald (Oberarzt des Zentrums für Innere Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover) diesen neuen und gerade für Betroffene viel versprechenden Forschungsansatz einer Runde von Bundespolitikern in einem Fachgespräch vor. Die Wirkungsweise, klinische Ergebnisse sowie das Potenzial des Ansatzes wurden in spannenden Vorträgen von den Experten dargestellt. In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass eine optimierte Versorgung der Patienten neben innovativen Krebstherapien auch einer Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen bedarf. Tino Sorge verwies in diesem Zusammenhang auf den im Koalitionsvertrag vereinbarten „Innovationsfonds“, aus dem jedes Jahr 300 Mio. Euro davon 75 Mio. Euro für Versorgungsforschung, zur Verfügung gestellt werden. Sorge erklärte dazu: „Gerade im Hinblick auf die Volkskrankheit Krebs müssen wir Forschungsanstrengungen weiter verstärken und innovative, erfolgversprechende Ansätze unterstützen. Der Innovationsfonds wurde zur Förderung weiterentwickelter Versorgungsformen und für die Versorgungsforschung geschaffen. Dieser neue Ansatz, der das Immunsystem des Patienten befähigt, den Krebs zu bekämpfen, könnte Hoffnung für viele Betroffene darstellen. Deswegen sollten wir hier im Sinne der Patienten über sinnvolle Finanzierungen z.B. notwendiger klinischer Studien nachdenken.“.