Tino Sorge MdB: Depressionen dürfen nicht zu Isolation führen

Anlässlich des Gründungsdatums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948 findet jährlich am 7. April der Weltgesundheitstag statt. Das Thema für 2017 lautet „Depression – Let’s talk“.

Denn Depressionen sind keine Einzelschicksale. Aktuelle Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, im Lebenslauf an Depressionen zu erkranken, auf 11-15 Prozent geschätzt wird. Es geht dabei um eine Erkrankung, die sich in unterschiedlichen Altersphasen, unabhängig vom Geschlecht und vom sozialen Status, entwickelt. Depressionen stellen international ein bedeutendes gesundheitliches Problem dar, weil ihre Ausprägung vielschichtig und ihre emotionalen, sozialen und körperlichen Auswirkungen komplex sein können. Meine Überzeugung ist, dass wir in der Öffentlichkeit offener und unvoreingenommener über die Ursachen und Konsequenzen, einschließlich eines erhöhten Suizidrisikos, informieren und reden müssen.

Ein flächendeckendes Präventions- und Hilfenangebot bei unterschiedlichen Institutionen spielt dabei eine entscheidende Rolle, sowohl in der Vorbeugung und Therapie als auch im Abbau gesellschaftlicher Vorurteile und Stigmatisierungen. Auch Depressionen können mit vereinten Kräften besser behandelt werden. Dadurch können wir die Betroffenen, aber auch deren Angehörige stützen und den Schrecken dieser Krankheit lindern.