Weltkrebstag am 4. Februar: Betroffene noch besser unterstützen

Weltkrebstag am 4. Februar:  Betroffene noch besser unterstützen
Anlässlich des „Weltkrebstages“ möchte ich auf die besonderen Bedürfnisse von Erkrankten und deren Angehörige hingewiesen und eine bessere Unterstützung angemahnen. Viele sind sprachlos und überfordert, wenn sie die Diagnose erfahren. Gleichzeitig benötigen sie gerade dann Hilfe bei der Suche nach Unterstützung. Neben der medizinischen Behandlung geht es zusätzlich darum, begleitend passgenaue psychoonkologische Hilfsangebote in wohnortnahen Einrichtungen, bei niedergelassenen Ärzten und Psychoonkologen zu vermitteln. Zugleich müssen Selbsthilfegruppen und diesbezügliche Angebote stärker als bisher unterstützt werden. Im Hinblick auf die medizinische Versorgung, gerade für eine professionelle Zytostatika-Versorgung, besonders auch im ländlichen Raum, ist die direkte Kooperation zwischen behandelndem Arzt und den Apothekern vor Ort für eine verlässliche Patientenversorgung unumgänglich. Oberste Priorität hat dabei die Bereitstellung einer bestmöglichen Versorgung im Sinne der Patienten. Neben der rein medizinischen Betrachtung der Volkskrankheit Krebs muss auch die damit einhergehenden gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen einer Krebserkrankung stärker ins Blickfeld  gerückt werden. Dazu zählen Fragen wie Lohnfortzahlungen, versicherungs- und rentenrechtliche Probleme ebenso wie das Thema Familienplanung bei jüngeren Erkrankten. Wie kann beispielsweise eine finanzielle Absicherung und Hilfe geschaffen werden, z.B. über Härtefonds und Stiftungen? Es darf nicht sein, dass wir die Patienten hier allein lassen. Ganz nach dem diesjährigen Motto „Wir können. Ich kann.“ müssen wir den Betroffenen Beratungen und Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, die weiterführende Versorgungsleistungen eröffnen, um das Leben mit oder nach der Krankheit zu gestalten.