Zum Welt-AIDS Tag am 1. Dezember:

Zum Welt-AIDS Tag am 1. Dezember:
Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V., Sven Warminsky, und Bundestagsabgeordneter Tino Sorge.[/caption] Zu glauben, AIDS spiele keine Rolle in unserer Gesellschaft, ist angesichts der steigenden Neuinfektionen in Osteuropa und Zentralasien bei stagnierender Reisefreudigkeit trügerisch. Wir müssen weiterhin die Erforschung der Erkrankung sowie von verbesserten Therapien vorantreiben. Es kommt darauf an, die Therapien zu vereinfachen, damit sie für die Patienten leichter einzuhalten sind, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Therapiekosten zu senken, um für die Betroffenen eine gute Versorgung zu gewährleisten. Hintergrund: Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Pro Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, davon etwa 240.000 bei Kindern. In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV. Nicht nur im weltweiten sondern auch im westeuropäischen Vergleich sind die Zahlen in Deutschland auf relativ niedrigem Niveau. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lebten Ende 2015 rund 84.700 Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland. Die Zahl der geschätzten Neuinfektionen in 2015 liegt bei 3.200 Fällen. Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben. Ohne Therapie endet eine Infektion mit dem HI-Virus tödlich. Große Studien haben gezeigt, dass ohne Behandlung 14 Jahre nach der Infektion bei nahezu 70 Prozent der Patienten die Erkrankung bis zum Endstadium Aids fortgeschritten ist oder die Patienten bereits verstorben sind.